Probealarm im AGAPLESION DIETRICH BONHOEFFER HAUS

08. April 2019

Bewohner, Mitarbeitende und Feuerwehr übten den Ernstfall.

Brände hat es in Deutschlands Altenheimen nun wahrlich genug gegeben! Immer wieder ist es dabei zu dramatischen Situationen und auch zu Todesfällen gekommen. Der Gesetzgeber hat im letzten Vierteljahrhundert konsequent die Betriebsvorschriften für Altenheime derart verschärft, dass das Risiko eines Altenheimbrandes bei Einhaltung der Vorschriften um ein Mehrfaches geringer ist, als noch vor 25 Jahren.

Henning Krey, Einrichtungsleiter im AGAPLESION DIETRICH BONHOEFFER HAUS in Lampertheim, erklärte anlässlich einer praktischen Übung am Donnerstag, 4. April 2019: „Kein theoretisches Notfallkonzept funktioniert gut, wenn es nicht gelegentlich einmal auf seine Praxistauglichkeit getestet wird.“

Die Mitarbeitenden der Pflegeeinrichtung haben daher in den vergangenen Monaten das Brandschutzkonzept des Hauses geprüft und – wo es nötig schien – Verbesserungen vorgenommen. Ein besonderer Schwerpunkt war die „stille Alarmierung“, bei der die Mitarbeitenden über ihre Mobiltelefone Brandfall und -ort angezeigt bekommen, um sich und betroffene Bewohnerinnen aus der Gefahrenzone zu bringen, bis die Feuerwehr eintrifft. Zusätzlich wurden die Mitarbeitenden durch Stadtbrandinspektor Dipl.-Ing. Klaus Reiber in gezielten Schulungen auf die Vermeidung und Bekämpfung von Bränden geschult. Reiber: „Vorbeugende Maßnahmen wie Schulungen und z. B. Brandmeldeanlagen haben in Realfällen immer die Abläufe erleichtert!“

Die große „Nagelprobe” erfolgte am Donnerstag, 4. April 2019. Zu unbestimmter Uhrzeit wurde an unbestimmter Stelle des AGAPLESION DIETRICH BONHOEFFER HAUS der Ausbruch eines Brandes simuliert. Krey und Reiber wollten wissen, wie zügig die betroffenen Bereiche geräumt werden, wie schnell der Löschzug komplett vor Ort sein kann und wie gut die Teams aus professionellen Pflegekräften und Freiwilliger Feuerwehr miteinander arbeiten. Die Erfahrungen aus der Übung werden in die Weiterentwicklung des Brandschutzkonzeptes einfließen.